Umwelt- und Familienfest bei "Kaiserwetter"

  

 

„Brechend voll“ war es auf dem Umwelt- und Familienfest am vergangenen Sonntag rund um die Biologische Station. Bei schönstem Wetter boten am Haus der Natur in der Vinckestraße über 20 Verbände und Institutionen für jeden etwas: zum Ausprobieren, Entdecken oder einfach Anzuschauen.

 

Ein Renner war die große Ausstellung des Arbeitskreises Pilzkunde Ruhr (APR), der aufgrund der günstigen Witterung der Vortage über 250 Pilze verschiedener Art präsentieren konnte - und unendlich viele Fragen dazu gern und umfassend beantwortete. Dass dieser Stand stets von sehr vielen Besuchern „belagert“ war, wunderte niemanden.

 

Auch die anderen Anbieter litten zu keiner Zeit an Langeweile: Der BUND-Garten war wie selten mit Menschen gefüllt, die sich über Pflanzen, Bienen und Öko-Gartenkunde erkundigten, so manche Köstlichkeit probierten – oder einfach in diesem wunderschönen Garten inmitten des Ruhrgebietes ausspannten. Der NABU verkostete frisch gepressten Apfelsaft aus Früchten der Region und bot leckere selbstgemachte Gelees und Marmeladen an. Neben Wissenschaftlern etwa vom Tierpark Bochum oder der Solar Bioproducts Ruhr waren auch die lokalen Eine-Welt-Initiativen stark vertreten: Naturschutz - so finden wir - geht doch nur im Verbund mit Menschenwürde – und umgekehrt.

 

Ganz herzlichen Dank Euch und Ihnen, liebe Gäste, für den Besuch bei uns.

Und natürlich allen Mitwirkenden, die zum Gelingen des Tages tatkräftig beitrugen:

 

Naturschutzzentrum Herne
Biologische Station Östliches Ruhrgebiet
BUND Herne
NABU Herne
Arbeitskreis Pilzfreunde Ruhr APR
Tierschutz NRW
ADFC Herne
Regionalverband Ruhrgebiet RVR Metropole Ruhr
Verbraucherberatung Herne
Entsorgung Herne
WEWOLE (ehem. Werkst. f Behinderte)
Tierpark Bochum
Solar Bioproducts Ruhr, Uni Bochum
Ometepe
Eine Welt Zentrum Herne
Weltladen „Esperanza“
Tandandale
UNICEF
Imker
Fam-Zentrum Phantasia
Faire Woche Herne 2017

 

Die WAZ Herne berichtet

Hallo Herne berichtet


Nacht der Natur im Tierpark Bochum

Der Bismarckturm am Tierpark Bochum bot eine einzigartige Kulisse zur "Nacht der Natur"

Mit einem wunderschönen unplugged-Freiluft-Konzert der Gruppe on purpose begann die Nacht der Natur im Tierpark Bochum. Kristoff Gött, Lena Winkel und Martin Gevers geleiteten die Zuhörer mit leisen Klängen, dazu deutschen und englischen Liedtexten, hinein in die Abendämmerung.

 

Anschließend gab es fachkundige Führungen durch den Tierpark zu den nachtaktiven oder auch selig schlummernden Tieren der Anlage.

 

Den abschließenden Spaziergang zu den Fledermäusen am See des benachbarten Stadtparks übernahmen vier Mitarbeiter der Biologischen Station. Noch über 50 Teilnehmer - auch Kinder - hatten bis zum späten Abend ausgeharrt und wurden reichlich belohnt: Unaufhörlich flogen die Säugetiere, auch in unmittelbarer Nähe, und jagten Insekten - oder einfach einander hinterher: Die herbstliche Fledermaus-Balzzeit hat nun begonnen, und so rufen die Männchen in ungewöhlichen "Trillern" nach den Weibchen, und manchens Mal verfolgen sie dann einander in geschickten Manövern.

 

Die für Menschen unhörbaren Ultraschall-Rufe wurden durch Detektoren in wahrnehmbaren Schall umgewandelt, so dass es ein seh- und hörbares Erlebnis für alle war.

 

Ein wirklich schöner Spätsommer-Abend ...

 Tierpark Bochum

 



Turmfalken auf Zeche Hannover

Der Malakowturm von Zeche Hannover, Bochum

Der Turmfalke und die Zeche Hannover, das ist ein Paar, das seit Jahrzehnten bestens zueinander passt.

 

Nun musste der angestammte Falkennistplatz am Malakowturm im Rahmen von Sanierungsarbeiten verschlossen werden. Selbstverständlich wurde für Ersatz gesorgt: Wenige Meter über dem alten Nistplatz brachten Jürgen Heuser von der Biologischen Station und Mitarbeiter einer vom LWL-Industriemuseum beauftragten Fachfirma nun einen speziellen Nistkasten an. „Ich möchte fast wetten, dass der Turmfalke hier bald wieder zu sehen und zu hören ist.“, zeigt sich der Zoologe zuversichtlich. Auch Dietmar Osses, Leiter des LWL-Industriemuseums Zeche Hannover, hofft auf die Rückkehr der Greifvögel: „Die Turmfalken sind hier zu unseren Maskottchen geworden. Unsere Besucher lieben sie, und ganz nebenbei wird dadurch ein Zuviel an Tauben ferngehalten.“ Das wiederum ist ganz im Sinne der Gebäudeverwaltung.

 

30m hoch über Bochum mögen für Menschen Schwindel erregend sein, für Turmfalken ist es jedenfalls genau das Richtige.


Die Wildnis ist spannend

Kinder im Wald

Durch dunkle Wälder ziehen, auch schon mal "blind" vertrauend, in Baumwipfeln sitzen. Allein, ja ganz allein durch fremde Pfade stapfen, - all das erlebten Kinder der Vinkestraße, des Juri-Gerus-Weges Herne-Mitte und der OGS Südschule auf der Wildnis für Kinder neben der Biologischen Station.

 

Die Wildnis-Flächen werden von den Jungen und Mächen normalerweise in Eigenregie ganz selbstbestimmt genutzt. Aber ab und zu gibt es doch einmal eine Impulsveranstaltung wie diese. Dabei wurde auch eine Bude gebaut, wurden geheime Zeichen aus Ton erstellt und an die Bäume geklebt. Ein Steil- und Rutsch-Hang gehören auch dazu.

 

Spaß hat es Euch und uns gemacht, liebe Kinder! Hoffentlich sehen wir uns bald wieder.  ;-)


"Nacht der Natur" mit "Konzert am Steg"

Besucher im Ökogarten

   

 

Ein Erlebnis war die "Nacht der Natur" im wunderschönen BUND-Garten von Herne. Der Violinist Mirco Wessolly (Iserlohn) spielte das "Konzert am Steg" des Gartenteiches in die Dämmerung und Dunkelheit hinein. Dabei nahm er vor jeder einzelnen Darbietung Sequenzen oder Rhythmen auf, um sie anschließend abzuspielen und durch seine Improvisationen direkt zu ergänzen. Das Publikum lauschte diesem experimentellen Instrumental Live Looping im kleinen Amphitheater um den Teich herum fasziniert und verblieb gern: Und so wurde aus den geplanten 30 Minuten eine gute Stunde. Die wurde dem Künstler mit großem Applaus gedankt.

 

Der junge Profi-Musiker Mirco Wessolly wirkt zur Zeit in folgenden Ensembles und Bands mit:
 
* Almost Under (String Pop Trio)
* De Raad van Toezicht (Fusion Jazz Band)

 

Jürgen Heuser informierte am Abend über Fledermäuse, Hiltrud Buddemeier über das Naturgärtnern, Hühner und vieles mehr. Irmi Klowin und Annelie Lochner (ebenfalls BUND) gaben ihr Wissen um essbare und heilende Pflanzen preis und hatten daraus angefertigte leckere Dips mitgetracht. Natürlich direkt zum Kosten. Lothar Blödow zeigte am Lichtzelt die Insekten der Nacht, Stefan Welzel stellte selbst gemachten Holunderblütensekt und das Rezept dazu vor: Eine sommerlich erfrischende Köstlichkeit.

 

Am Lagerfeuer gab es Stockbrot und gegrilltes Gemüse.

Ein Abend, um einfach einmal die Seele baumeln zu lassen - und zugleich das eine oder andere zu erfahren und kennen zu lernen.


V-Klasse zu Besuch

Schüler auf Steg
Die Jungs + Mädchen der V-Klasse sind vom BUND-Garten begeistert.

Eine Vorbereitungsklasse der Herner Schule am Hölkeskampring besuchte nun die Biologische Station. Die Jungen und Mädchen aus Rumänien und Bulgarien konnten bei einem Ton- und Bilderquiz die heimische Tierwelt des Balkans und Mitteleuropas wieder erkennen. Und erarbeiteten mit Stationsmitarbeiter Stefan Welzel zugleich die Namen der Arten in mehreren Sprachen. Dieses Lernen machte einfach Spaß.

 

Anschließend ging es raus in den BUND-Garten, wo Hiltrud Buddemeier die Gruppe in die phantastische Blütenwelt eines der schönsten Gärten des Ruhrgebietes führte. Sofort hatten sich die Jugendlichen in die Hühner und - etwas später - auch in die beiden frechen Dackel "verkuckt". Und vom Steg des Teiches wollten sie auch nicht mehr weichen: Es wurden jede Menge Rückenschwimmer, Libellenlarven und Molche gekeschert.

 

"Wir wollen unbedingt wieder kommen!", war der Wunsch der Schülerinnen und Schüler um Integrationslehrerin Susanne Brenner und Fachlehrer Michael Stürmer. Na dann: Herzlich willkommen!

 


Fassaden-Spechte

Specht baut Höhle an Fassade
Foto Buntspecht an Fassade: Nicoley Eckmann

Buntspechte erstellen ihre Nisthöhlen bekanntlich selbst: Dazu meißeln sie Hohlräume in geschwächte bzw. abgestorbene Baumteile, also in weiches Material. Verlassene Spechthöhlen dienen später anderen Vorgelarten wie Meisen und Kleibern als Nistplatz. Als letzte Bewohner beziehen darin dann manchmal Fledermäuse Quartier.

 

Dass nicht nur Holz, sondern auch modere Baustoffe wie Wärmeverbundfassaden als Spechthöhlen-Standort ausgewählt werden können, erlebt nun Nicoley Eckmann von der Mikroskopischen Arbeitsgemeinschaft, an dessen Wanne-Eickeler Wohnung ein Buntspecht Quartier bezogen hat.

 

Was den Specht zunächst glücklich zu machen scheint, ist für die Eigentümer des Hauses leider ein profaner Bauschaden. Wie Spechte im Vorfeld von Fassaden abgewehrt werden können, ist nach wie vor unglöstes Thema bei Architeten und Vogelkundlern. Für Ideen und Anregungen ist die Biologische Station dankbar. Kontakt


"Herner Spatz": Preisverleihung 2017

Norbert Kilimann mit Steinkauz

Norbert Kilimann ist der Ehrenpeisträger des "Herner Spatzen" 2017.

 

Die Verleihung fand am Freitag, 12. Mai 2017 unter großer Beteiligung von Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft Hernes in der Biologischen Station statt. Ihnen allen gilt unser Dank für diese Wertschätzung!

 

Der Vorstandsvorsitzende der Biologischen Station Dr. Götz Loos begrüßte die Gäste. Geschäftsführer Jürgen Heuser blickte auf die Spatzen als Lebewesen und stellte den Preis "Herner Spatz" vor. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda hielt die Festrede, und der Prinzipal des Mondpalastes und Schirmherr des "Herner Spatzen", Christian Stratmann, ehrte schließlich den Preisträger mit einer Laudatio, in der er Norbert Kilimann als ein "Herner Urgestein" vorstellte.

 

Der Preisträger selbst bedankte sich froh und herzlich, stieß abschließend mit seinen Gästen mit einem Glas Apfelsaft von Herner Streuobstwiesen an.

Einfach lecker ...

 


25 Jahre Biologische Station Östliches Ruhrgebiet

 
Die Biologische Station Östliches Ruhrgebiet und der NABU Herne feierten zusammen Jubiläum: 25 und 30 Jahre! Zum Familienfest kamen Hunderte Gäste und erfreuten sich bei schönstem Herbstwetter am bunten Programm, angeboten von 27 Anbietern.

Zu den Festrednern gehörten Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda (rechts im Bild), Bochums Bürgermeisterin Gabriela Schäfer, RVR-Vize Martin Tönnes (am Rednerpult) und Staatssekretär Peter Knitsch. Für den NABU NRW gratulierte Vorsitzender Josef Tumbrinck. Im laufe des Festaktes übergab Dr. Ingo Franke für den AKU Bochum den Aufnahmeantrag in den Trägerverein Biologische Station.

Für die Biologische Station selbst ehrte Mondpalast-Prinzipal Christian Stratmann die Sieger des Elfchen-Wettbewerbes, Fabio Buczyk und die 3A der Grundschule An der Flottmannstraße. Sie gewannen spezielle Sonderveranstaltungen im Tierpark Bochum und im LWL-Westf. Museum für Archäologie. Alle weiteren Elfchen-Sieger unter Download. In den nächsten Tagen werden die Elfchen auch nach und nach online gestellt. Kuckt einfach ab + zu mal rein ...

Die Biologische Station bot mit ihrem Vorstandsvorsitzenden Dr. Götz Heinrich Loos eine Apfelsortenbestimmung an. Viele Bürger brachten ihre Früchte von zu Hause mit, und Loos definierte sie z.B. als Schöner von Nordhausen oder Geheimrat Dr. Oldenburg. Am Stand "All You Can Eat im Ruhrgebiet" - ein Titel mit Augenzwinkern - konnten die Besucher leckere Aufstriche aus wildwachsenden Brombeeren, Holunder und anderen verzehrbaren Pflanzen der Region kosten. Eine Anregung, den Wert von Natur wahrzunehmen.