KAB Wiemelhausen auf Naturpfaden

KAB auf Zeche Hannover

 

Endlich wieder zusammen, endlich wieder draußen!

 

Die Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung KAB Bochum Wiemelhausen genossen es, gemeinsam über die ehemalige Zeche Hannover zu gehen und die dortige Natur zu erkunden. Jürgen Heuser von der Biologischen Station gestaltete die Führung durch den Frühling und zeigte, wie sich das einst landwirtschaftlich geprägte Bochum zu einer Bergbau- und Industrie-Region wandelte, der heute die Bergbaufolgelandschaft nachrückt: Mit Kultur und Natur.

 

Es war ein wunderbarer und kurzweilger Weg dieser sympathischen Gruppe.

 


Rotkehlchen auf dem Postwege

Einen mehr als ungewöhlichen Nistplatz haben sich diese Rotkehlchen in Wanne-Eickel ausgesucht: Im Zeitungsfach des Briefkastens der Famliie Rösener.

 

Der Niststandort wird vom Rotkehlchen-Weibchen bestimmt. Hier war es halt der gut geschützte Briefkasten. Normalerweise befinden sich die Nester im Gebüsch in Bodennähe, manchmal aber auch etwas höher in Halbhöhlen. Ein Briefkasten erfüllt dann doch irgendwie die Bedingung einer solchen Halbhöhle.

 

Erfreulich: Die Röseners platzierten mit Beginn des Nestbaus ein Schild am Kasten - und alle Zeitungsboten und Briefträger respektierten das Nest der kleinen Vogelfamilie.

 

Danke liebe Familie Rösener und liebe Briefträger.

 

Foto bitte anklicken:

Rotkehlchen im Briefkasten

Mein Lieblingsbaum

Junge hängend im Baum
Der Herner Karl Josef Kühn erinnert sich an einen alten Baum, der ihm vor 70 Jahren ein Freund war. Seine Gedanken hat er in einigen Worten niedergeschrieben. Wir danken dem Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt für die Bereitstellung.

 

Mein Lieblingsbaum

 

Ein Mensch lernt in seinem Leben so manchen Baum kennen. Den ein oder anderen wird er mit seinen meist unerfüllten Träumen behängen. Andere Bäume beschimpft oder verflucht er gar, weil sie ihm Arbeit machen.

 

Mein Lieblingsbaum, eine damals etwa 80-jährige Stieleiche, stand mit einigen Geschwistern in einer Gruppe um eine ältere Buche. Warum dieser Baum mein, besser unser Lieblingsbaum war? Es war der einzige Baum dieser Gruppe, den wir - wenn auch mit einiger Mühe - erklettern konnten.

 

Was soll das, hör ich schon fragen, einen Baum zu ersteigen?

 

Oben, Leute, oben lag das Geheimnis! Wer einmal oben war, konnte sich wie ein Affe über die Äste von Baum zu Baum, durch das Blätterdach bewegen. Fangen oder Räuber und Gendarm spielen, auf höherer Ebene! Was waren Tarzan, Akim oder wie sie alle hießen, gegen uns? Nur schlappe Bildergeschichten auf minderwertigem Papier.

 

Jemand, der heute meine Nase genauer betrachtet, wird ahnen, dass sich die Bäume manchmal gewehrt haben. Wenn ich in den Spiegel blicke, werde ich immer an diesen Baum, seine Geschwister und meine herrliche Kindheit erinnert.

 

Wo dieses Paradies liegt? Gar nicht weit weg ...

 

Neue Praktikantin Elisabeth

Elisabeth

Elisabeth Tilbürger B.Sc. (23) studiert Biologie und Geographie an der Ruhr-Universität Bochum. In ihrem Studienpraktikum bei uns beurteilt sie auf Bitten der Bezirksregierung Arnsberg den Bestand von Rauch- und Mehlschwalben in Bochum und Herne. Beide Arten werden in der Roten Liste der Brutvögel Nordrhein-Westfalens als „gefährdet“ eingestuft und gelten zudem als planungsrelevant. Da liegt es nahe, die lokalen Bestände zu erheben und gezielt zu stärken: Elisabeth erarbeitet für beide Arten eine Bestandskarte.

 

Auch die Information von Bürgerinnen und Bürgern sowie Landwirten und Stallbesitzern ist von Bedeutung. Neben der persönlichen Ansprache ist ein Aufruf in der Zeitung und im Lokalradio geplant: Wo befinden sich die Brutstätten dieser Vögel? Unsere Praktikantin und mit ihr das ganze Team der Biologischen Station sind über jeden Sichtungshinweis von Schwalben- und Mauersegler-Nestern in Bochum und Herne sehr dankbar. Auch ein informierendes Faltblatt „Rauchschwalben“ soll in diesem Rahmen herausgegeben werden und die bestehenden Folder zu Mehlschwalben und Mauerseglern ergänzen.

 

Elisabeth ist gerne draußen unterwegs und erkundet die Umgebung ihrer Heimatstadt Recklinghausen, zu Fuß oder auf dem Fahrrad: „Dabei schaue ich, was die Natur links und rechts so alles zu bieten hat, denn hier im Ruhrgebiet ist kein Weg wirklich weit." Recht hat sie.

 

Herzlich willkommen, liebe Elisabeth!

 


Graureiher nisten wieder

Solche Kinder kann nur eine Mutter lieben? Oder sind die zerzausten Jungvögel der Graureiher doch eher richtig süß? Darüber kann man streiten.

 

Nach diesen menschlichen Kategorien empfinden zwar auch viele von uns Naturschützern, doch darüber hinaus gilt es, jede Art und jedes Individuum ganz wertfrei zu beobachten und festzuhalten. Fest steht: Seit vielen Jahren beherbergt die Vogelinsel auf dem Ümminger See eine kleine Graureiher-Kolonie. Die beiden Jungen werden wohl schon bald flügge sein und wie die Großen Jagd auf Fische, Amphibien, Mäuse und größere Insekten. Sogar große Wühlmäuse und Ratten sind vor ihnen dann nicht sicher. Seine Beute greift sich der Graureiher gern im Flachwasser, außerhalb dieser Zone sind Fische vor ihm sicher.

 

Die Nester sind recht unbeholfen ins Geäst hinein gebaut. Das spricht dafür, dass Graureiher einmal Bodenbrüter waren und aufgrund von Feinden auf die Bäume ausweichen. Die Qualität der Nester könnte in den nächsten Jahrhunderten also noch steigen. Man lernt ja nie aus ...

 

Foto: Stefan Schütter, Bochum. Vielen Dank!

Sie wünschen das Foto in einer besseren Auflösung? Wir vermitteln gern zum Autor.

 


Turmfalken auf Melanchthon

Turmfalken auf Melanchthon

Das ging ja schnell: Turmfalken-Pärchen gesichtet

Nur wenige Monate, nachdem das Presbyterium einen Falkenkasten am Melanchthon-Turm Bochum montiert hat, beobachtet Anwohnerin Vlatka Baumhauer schon im Frühjahr 2022, dass sich dort ein Falkenpärchen niederlässt. Das wäre eine sehr rasche Kasten-Annahme. Wir sind gespannt, wie sich die Sache weiter entwickelt.

 

Presbyterium reagierte prompt

Turmfalken sind immer wieder auch in der Stadt anzutreffen. In Bochum stehen sie über Parkanlagen, Wiesen oder Auen rüttelnd in der Luft und beobachten ihre Beute am Boden („Rüttelfalke“). Das sind zumeist Wühlmäuse, aber auch kleine Vögel und größere Insekten stehen auf dem Speiseplan. Dass Turmfalken, wie stellenweise vorgetragen, "alle Singvögel und Tauben vernichten", können wir nicht bestätigen: Tauben gehören nicht zur Beute von Tumfalken. Und der Bestand seiner Nahrungsarten ist auch lokal zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Soweit möchten wir beruhigen.

 

Als Beutegreifer, der sich auch zum Brüten in unsere Siedlungen wagt, ist der Turmfalke bekannt und beliebt. Der Name sagt es bereits: Die Art bevorzugt dabei seit Jahrhunderten Türme und andere hohe Gebäude.


Am Turm von Melanchthon in der Königsallee in Bochum Mitte brüten seit vielen Jahren regelmäßig Turmfalken. Leider in einem schmalen Spalt, aus dem wegen der Enge wiederholt Jungvögel hinausstürzten. Nachbarin Vlatka Baumhauer meldete diesen Missstand, und auch das Presbyterium kennt das Problem. Mit Vertretern der Biologischen Station wurde nach einer Lösung gesucht.



Die besteht darin, einen alternativen Nistplatz anzubieten, der das architektonische Bild nicht beeinträchtigt und dennoch funktionsfähig ist. Presbyter Florian Barth montierte umgehend - noch im Herbst 2021 - einen speziellen Falkenkasten auf der Turmebene über dem Glockengeschoss. Stefan Welzel von der Biologischen Station ist zuversichtlich, dass die Nisthilfe angenommen wird. „Der Kasten ist hoch und attraktiv gelegen, zudem komfortabler und sicherer als die alte Mauernische.“ Der Stationsmitarbeiter hofft nun, dass die Vögel das genauso sehen. Erfreulich sei auch die schnelle Umsetzung.


Wenn Turmfalken oberhalb der Glocken des Turmgeschosses gesichtet werden, freut sich die Biologische Station über eine kurze Mitteilung.


Foto: WDR Lokalzeit Ruhr erstellte eine schöne Kollage Das freut den Pott zum Thema: Presbyter Florian Barth monitert den neuen Nistkasten, daneben die jungen Turmfalken im beengten Nistspalt des Melanchthon-Turmes (Foto: Vlatka Baumhauer).

 

Wir danken auch der WAZ Bochum für die umfassende und fachlich anspruchsvolle Berichterstattung!

 

Turmfalke mit Eisdechse, BAUMHAUER

Foto Turmfalke am neuen Spezial-Nistkasten mit erbeuteter Eidechse: Vlatka Baumhauer, April 2022

 

 

Auch die Turmfalken in Herne scheinen sich für die Neugründung einer Familie entschieden zu haben. Ihr angestammter Nistplatz befindet sich in der Fensternische eines Wohnhauses in Herne Mitte.

 

Foto: Lena FILIPIAK, April 2022

 

Turmfalken in Bochum und Herne

Turmfalken Paarung Stefan SCHÜTTER

Südlich der Bochumer City, in Wiemelhausen, gelang dem Naturfotografen Stefan Schütter dieses herausragende Foto: Die Paarung von Turmfalken. So werden sich wohl bald junge Turmfalken einstellen.

 

Die Wiemelhauserin Vlatka Baumhauer beobachtet die Tiere seit Jahren aufmerksam: siehe ihre Bildbelege hier. Der Turm der Melanchthon-Kirche des Ortes ist ein beliebter Ansitz für Turmfalken, aber auch für Sperber und Wanderfalken. Die Turmfalken werden wohl auch in diesem Jahr wieder hier nisten.

 

Ähnlich erfreuliche Nachrichten erreichen uns zur Zeit auch aus andern Stadtteilen von Bochum und Herne.

 

Die Jagdreviere der Turmfalken befinden sich in einiger Entfernung im Außenbereich der Städte. Dort erbeuten sie auf Wiesen, in Parks und Auen Mäuse, kleinere Vögel, Eidechsen, Insekten und sogar Würmer. Ihre Jagdtechnik, sich rüttelnd in der Luft stehend über ihrer Beute zu orientieren, gibt ihnen ihren zweiten bekannten Namen: Rüttelfalke.

 

Bei der Förderung von Turmfalken tragen Kirchengemeinden eine besondere Verantwortung: Wenn Kirchtürme als Schutz vor Tauben verschlossen werden müssen, ist ein künstlicher Nistplatz Rettung für die Falken. Die Nisthilfen werden in der Regel gern angenommen.

 

Turmfalken Herne Turmfalken HER

 

Foto Turmfalken-Paarung in Bochum-Wiemelhausen: Stefan SCHÜTTER
Fotos unten, Turmfalken brüten an einem Wohnhaus in Herne Mitte: Lena FILIPIAK


Förderprogramm: Grüne Dächer

Begrünte Dächer: Sie sind einfach schöner aus als der Blick auf eine Dachpappe oder Kiesschüttung.

 

Weitere Vorteile:

 

* Lebensraum: hier gedeihen Pflanzen und Tiere

* Hochwasserschutz: Regenwasser fließt nur langsam ab

* Stadtklima: Kühlung im Hochsommer

* Dämmung: der Raum unter dem Dach profitiert

* Kostenersparnis: Verzicht auf Klimaanalge, weniger Heizkosten

 

Zusätzlich zum Förderprogramm des Landes NRW unterstützt die Stadt Herne die Begrünung auch kleiner Dachflächen (z.B. Garagen) finanziell.

 

Wir wünschen diesem sinnvollen Impuls den besten Erfolg!

 

Informationen und Föderprogramm der Stadt Herne mit vielen Details zum Gründach.

 

Foto begrüntes Garagendach: leclaire59

Kormorane: exzellente Fischer

Kormoran
Kormoran trocknet das Gefieder. Foto: Oliver SCHMIDT, Bochum

Kormorane sind exzellente Fischjäger. Oder, wie es der Bochumer Naturfotograf Oliver Schmidt treffend bezeichnet, "Meister ihres Fachs". Allerdings, so Schmidt weiter, "kann man es auch einmal übertreiben". Er bezieht sich dabei auf einen Kormoran am Ümminger See, der einen zu großen Karpfen ergriff und ihn zu schlucken versuchte. Das Vorhaben misslang verständlicherweise, der Fisch entkam schließlich. Eine interessante Fotostudie dazu gelang Schmidt dabei aber allemal.

 

Dass Kormorane eine Konkurrenz für Angler sind, ist immer wieder ein Gesprächsthema. In der Forellen- oder Karpfenzucht kann die Art tatsächlich wirtschaftlichen Schaden anrichten. Im natürlichen Gefüge eines gesunden Ökosystems hingegen bleibt die Kormoran-Population so groß bzw. klein, wie es die Fischpopulation selbst hergibt. In beengten, verbauten Flüssen und Seen hingegen können Kormorane ihre Beute oft leichter ergreifen.

 

Naturnahe Still- und Fließgewässer mit umfangreichen Laich- und Rückzugsräumen für Fische dienen also den Fischen selbst wie auch allen Tieren, die von ihnen leben. Und uns Menschen ...

 

Artportrait des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV)

Artportrait des Umwelt- und Grünflächenamtes und der Biologischen Station auf der QR-gestützten Exkursion um den Ümminger See.

 

Die folgende Sequenz wurde im September 2021 von Oliver Schmidt am Ümminger See (Bochum) beobachtet und fotografiert:

 


Wildnis eröffnet

 

Die Wildnis für Kinder Bochum-Langendreer ist nun eröffnet. Das heißt: Sie "gehört" nun den Kindern des Wohnquartiers, umliegender Schulen und Kindergärten.

 

In einem kleinen Festakt am 06.09.2021 gaben Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und NRW-Stiftungs-Präsident Eckhard Uhlenberg den Startschuss. Währenddessen erkundete die erste Kindergruppe, eine Klasse 1 der OGS-Grundschule Am Volkspark, das wunderbare Gelände. Die Ehrengäste waren ebenfalls neugierig und durften mitmachen. Eine wirkliche Freude!

 

Unser Foto oben: Kinder der OGS mit Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche, Professor Karl-Heinz Erdmann (Bundesamt für Naturschutz) und der Präsident der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege Eckhard Uhlenberg (rechts).

 

Download Presse-Info

 

Eckhard Uhlenberg spricht
NRW-Präsident Eckhard Uhlenberg (Foto) und OB Thomas Eiskirch sprachen zur Eröffnung

Exkursionsbericht "Familien-Rallye Tippelsberg"

Hier ein wirklich schöner Teilnehmer-Bericht über eine Familienexkursion am Bochumer Tippelsberg. Mit wunderbaren Fotos. Gratulation - und vielen  Dank!

 

zum Bericht im Blog Ulrich Klös


Feuersalamander-Epidemie

Feuersalamander
Foto Feuersalamander: Norbert Kilimann

Die Pilzerkrankung Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal, "Salamanderpest"), bedroht nun auch die heimische Population des Feuersalamanders. Die Art lebt recht verborgen und wird daher relativ selten gesichtet. Wenn sie uns begegenet, ist sie an der auffällig schwarz-gelben Musterung zu erkennen.

 

Feuersalamander leben in Laubwäldern mit Zugriff auf nahe gelegene Laichgewässer. Ein typischer Lebensraum ist etwa der Langeloh, ein NSG im Städtedreieck Bochum/ Herne/ Castrop-Rauxel. Aber auch naturnah gestaltete Parks und Friedhöfe bieten geeignete Habitate.

 

Die Erkrankung Bsal verläuft für Salamander immer tötlich. Wir befürchten, dass die Population in der Region zusammen bricht. Eine Gefahr für Menschen besteht jedoch nicht.

 

Das können wir tun:

 

Betreten Sie mögliche Laichgewässer wie Bachläufe und Stillgewässer bitte nicht: Sie könnten den Pilz mit dem Schuhwerk dort hineintragen. Für wissenschalftliche Untersuchungen wird die Kleidung zuvor stets aufwändig desinfiziert.

 

Sollten sie einen toten Feuersalamander auffinden, berühren sie ihn bitte nicht. Soweit es Ihnen möglich ist, erstellen Sie ein Foto und teilen Ihren Fund der zentralen Meldestelle bei der Universität Braunschweig mit:

 

Meldung per e-mail Uni Braunschweig

 

Weitere Informationen:

 

* Bezirksregierung Arnsberg

* Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz LANUV NRW

 


NRW-Stiftung fördert erneut und massiv

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung stellt der Biologischen Station für das Projekt „Wildnis für Kinder“ bis zu 255.000 Euro zur Verfügung. Das beschloss jetzt der Vorstand der NRW-Stiftung unter Vorsitz des ehemaligen Landtagspräsidenten Eckhard Uhlenberg. Der frühere Staatskanzleichef und Minister a.D. Franz-Josef Lersch-Mense überbrachte der Biologischen Station nun persönlich die schriftliche Förderzusage im Namen des Stiftungsvorstandes.

 

Seit 2010 betreibt die Biologische Station das Projekt "Wildnis für Kinder" in Herne und Bochum: Städtische Grünflächen im Umfeld von Wohnquartieren werden als Naturerfahrungsräume gesichert und sollen als Rückzugsorte für das selbstbestimmte Spiel dienen. Im Juli 2012 wurde mit Hilfe der NRW-Stiftung der erste offizielle Naturerlebnisraum in NRW in Herne-Mitte eröffnet, seitdem entstanden sechs weitere Wildnis-für-Kinder-Flächen in verschiedenen Bochumer und Herner Stadtteilen.

 

Nachdem beide Pilotprojekte zwischenzeitlich erfolgreich auf den Weg gebracht werden konnten, will die Biologische Station ihre Erfahrungen nun auch anderen Städten und Initiativen nahebringen: mit Aktionen für Kinder, Informationsveranstaltungen für Eltern, Schulen und Kinder- und Jugendeinrichtungen, einer neu aufgelegten Beratungsmappe „Wildnis für Kinder“ und weiteren Beratungsangeboten. Vor allem sind Impulsveranstaltungen für Kinder auf den Wildnis-Flächen geplant. Zudem werden ehrenamtliche Patenschaften mit Anwohnern und Vereinen aus dem Umfeld der „Wildnisgebiete“ angestrebt.

 

Mit dem Zuschuss der NRW-Stiftung kann die Biologische Station nun einen großen Teil dieser anstehenden Maßnahmen angehen.

 

Unsere Fotogalerie (s.u.) zeigt die Übergabe der Förderzusage an Stations-Geschäftsführer Jürgen Heuser und Rolf Reinholz, den Vertreter der Mitgliederversammlung des Trägervereins der Biologischen Station. Auch ein Erkundungsgang über eine "Wildnis" wurde unternommen, - und: Er hat Spaß gemacht!

 

 

So schön wars beim Übergabe-Termin:


Fassaden-Spechte

Specht baut Höhle an Fassade
Buntspecht an Fassadendämmung: Nicoley Eckmann

Buntspechte erstellen ihre Nisthöhlen bekanntlich selbst: Dazu meißeln sie Hohlräume in geschwächte bzw. abgestorbene Baumteile, also in weiches Material. Verlassene Spechthöhlen dienen später anderen Vorgelarten wie Meisen und Kleibern als Nistplatz. Als letzte Bewohner beziehen darin dann manchmal Fledermäuse Quartier.

 

Dass nicht nur Holz, sondern auch modere Baustoffe wie Wärmeverbundfassaden als Spechthöhlen-Standort ausgewählt werden können, erlebt nun Nicoley Eckmann von der Mikroskopischen Arbeitsgemeinschaft, an dessen Wanne-Eickeler Wohnung ein Buntspecht Quartier bezogen hat.

 

Was den Specht zunächst glücklich zu machen scheint, ist für die Eigentümer des Hauses leider ein profaner Bauschaden. Wie Spechte im Vorfeld von Fassaden abgewehrt werden können, ist nach wie vor unglöstes Thema bei Architeten und Vogelkundlern. Für Ideen und Anregungen ist die Biologische Station dankbar. Kontakt