Siepen Roßbach

9 Im Tal des Siepen

Im Bereich des Langeloh hat sich der Roßbach im Laufe der Zeit tief in das Castroper Hochplateau eingegraben. Dabei ist ein schluchtartiges Kerbtal mit steilen Seitenhängen entstanden. Landläufig werden solche Täler auch als Siepen (bisweilen auch als Sieven, Seifen oder Seipen) bezeichnet.

 

Erstaunlich zunächst, dass der Roßbach dabei sogar die harten Schichten des Castroper Höhenschotters durchstoßen konnte. Hier muss allerdings berücksichtigt werden, dass in der Nach-Eiszeit die abfließenden Wassermengen oft erheblich größer waren. Ebenso hat die Steillage des Castroper Höhenrückens dem Roßbach zusätzliche Kraft verliehen.

 

Vor Jahrhunderten haben auch Bauern an der Geländemodellierung einiger Siepen der Region mitgewirkt: Sie trugen Boden aus den Hanglagen in der Talaue auf. Auf diese Weise vergrößerten sie zwar "unten" die landwirtschaftliche Nutzfläche, die Hänge aber wurden steiler - und damit schwieriger zu bearbeiten. Heute sind solche Flächen für die Landwirtschaft unrentabel. Die fehlende Nutzung bot der Natur Gelegenheit, sich auszubreiten

 

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